Carte Tematiche: Clima

^UP

it:Längenänderungen der Gletscher zum Vorjahr (2005)

0 zoom controls overviewmap for core-area overviewmap for alps-area show/hide loading animation loading ...

 

Info

it:Die Karte zeigt die Längenänderungen jener Gletscher, die im jährlich erscheinenden Gletscherbericht des Österreichischen Alpenvereins erfasst sind. Die Symbolgröße entspricht dabei dem absoluten Wert der Längenänderung, die Symbolfarbe signalisiert Abnahme (Gelb-, Rottöne) bzw. Zunahme (Grüntöne). it:Klicken sie für ein Diagramm mit der Entwicklung seit 1991 auf die einzelnen Quadrate

Testo della carta

it:Gletscherbericht 2004/2005

it:Die Beobachtungs- und Messergebnisse

it:Auszug aus dem Sammelbericht über die Gletschermessungen des Oesterreichischen Alpenvereins im Jahre 2005. Univ.-Prof. Dr. Gernot Patzelt, Leiter des OeAV-Gletschermessdienstes, Glaziologe. Bergauf, 02/2006, Jg. 61 (131), S. 7-8

Die nur in Nordstaulagen leicht überdurchschnittlichen, in den Ötztaler Alpen und südlich des Alpenhauptkammes jedoch deutlich zu geringen Schneemengen des Winters 04/05 wurden in der warmen ersten Sommerhälfte rasch und in für die Jahreszeit ungewöhnlichem Ausmaß abgebaut. Der neuschneereiche und insgesamt gletscherfreundliche Witterungsablauf der 2. Sommerhälfte hat den Eisabbau zwar verringert, aber nicht verhindern können, dass der Längenverlust gegenüber dem Vorjahr wieder stark zugenommen hat. Das aktualisierte Messnetz hat 105 Gletscherenden unter Beobachtung. Davon konnten 10 Gletscher, meist witterungsbedingt, nicht aufgesucht werden. Von 95 Gletschern wurde die Tendenz der Längenänderung festgestellt. Davon sind 88 Zungenenden (93 %) zurückgeschmolzen, 4 Gletscher (4 %) wurden als stationär eingestuft und 3 Gletscher (3 %) wiesen geringfügige Vorstoßbeträge auf. Im Vorjahr waren die Vergleichswerte 81 (83 %) Rückgang, 13 (13 %) stationär und 4 (4 %) Vorstoß. Aus 85 Messwerten wurde für das Haushaltsjahr 2004/05 ein mittlerer Längenverlust von 16,3 m ermittelt. Im Vorjahr betrug der Vergleichswert 7,6 m. Damit ist die gletscherabträgliche Situation des abgelaufenen Jahres deutlicher angezeigt als mit den Prozentwerten.

Während die Vorstoßbeträge von Maurer Kees (Glocknergruppe) +2,4 m, Freiger Ferner (Stubaier Alpen) +1,9 m und Kalser Bärenkopf Kees +1,1 m nur geringfügig über der 1-m-Marke liegen, sind die Rückschmelzbeträge durch Zungenauflösungen stark angestiegen. Vier Gletscherenden sind über 50 m und 4 Gletscherenden zwischen 40 und 50 m zurückgeschmolzen. Am Taschach Ferner (Ötztaler Alpen), dessen Zunge sich über einer Felsstufe auflöste ergab sich ein Rückgang von 104,5 m bis zum aktiven Eisrand. Die Zunge des Sulztalferner (Stubaier Alpen) -84,3 m zerfällt dagegen in einem flachen Bereich des Vorfeldes. Der Berglas Ferner (Stubaier Alpen) mit -69,2 m und der Ochsentaler Ferner (Silvretta Gruppe) mit -58,8 m zeigen an, dass sich die großen Rückzugsbeträge im westlichen Teil der Ostalpen häufen. Die langen Gletscher sind weit von einem ausgeglichenen Zustand entfernt. Man bekommt den Eindruck, dass sich auch der extreme Massenverlust des Sommers 2003 noch auswirkt.

Die Fließbewegung war am Hintereisferner im Profil 6 mit 6,3 m/Jahr fast unverändert gering. Auf der Pasterze hat diese aber deutlich abgenommen. Das verringerte Einsinken der Pasterzenzunge von -4,6 m auf -2,4 m im Mittel der 3 Profillinien wird auf topographische Besonderheiten und nicht auf verringerten Eisverlust zurückgeführt.

Der allgemein starke Massen- und Längenverlust hat im Haushaltsjahr 2004/05 eine eindrucksvolle Fortsetzung erfahren.

Fonti

it:Gletscher - Längenänderung zum Vorjahr (m) (2005) (v213:2503) (edit)
Fonti: Austria: Patzelt, Gernot (2013): Length changes of Austrian glaciers 2004/2005. doi:10.1594/PANGAEA.821813

Dati

it:Tabelle anzeigen it:Tabelle in neuem Fenster anzeigen